Katzen sind keine reinen nachtaktiven Tiere, sondern crepuscular, also dämmerungsaktiv. In der Natur jagen sie am liebsten in der Morgen- und Abenddämmerung, wenn Beutetiere wie Mäuse aktiv sind. Dass deine Katze nachts durch die Wohnung rennt, liegt daran, dass sie tagsüber schläft und abends oder frühmorgens ihre innere Jagduhr anschaltet. Spiele intensive Jagdspiele am Abend, um ihren natürlichen Rhythmus auszulasten und deinen Schlaf zu sichern.
Studien der Sophia-Universität in Tokio belegen: Katzen können nicht nur ihren Namen von anderen Wörtern unterscheiden, sondern auch die Stimmen ihrer Besitzer von Fremden erkennen. Sie entscheiden jedoch individuell, ob sie reagieren. Diese selektive Ignoranz ist ein Teil ihres Wesens – Katzen wurden nie domestiziert, um zu gehorchen, sondern um als unabhängige Partner des Menschen zu leben.
Viele glauben, Schnurren bedeutet reine Zufriedenheit. Doch Katzen schnurren auch, wenn sie Schmerzen haben oder gestresst sind. Wissenschaftler fanden heraus, dass Schnurren Frequenzen zwischen 25 und 150 Hertz erzeugt, was die Knochenheilung und Muskelerholung fördern kann. Es ist also eine Art Selbsttherapie. Wenn deine Katze schnurrt, während sie verletzt ist oder beim Tierarzt sitzt, tröstet sie sich selbst – und manchmal auch dich.
Viele Katzen knabbern gerne an Gras, selbst wenn sie gutes Futter bekommen. Wissenschaftler vermuten, dass Grasfressen hilft, unverdauliche Reste im Magen (z.B. Fell) hochzuwürgen oder die Verdauung anzuregen. Gras liefert zwar kaum Nährstoffe, regt aber durch die Fasern die Darmtätigkeit an. Wichtig: Achte darauf, dass sie kein gedüngtes oder pestizidbelastetes Gras fressen. Katzengras aus dem Tierhandel ist ideal.
Katzen sind keine vollständigen Farbenblinden, wie oft gesagt wird. Sie können Blau- und Grüntöne erkennen, aber Rot sehen sie eher als Grau oder Braun. Ihr Vorteil liegt im Sehen von Bewegungen bei schwachem Licht – dank mehr Stäbchenzellen in der Netzhaut können sie sechsmal besser sehen als Menschen bei Dunkelheit. Daher sind Laserpointer-Spiele und schnelle Bewegungen für sie extrem faszinierend.
Wenn deine Katze dir eine tote Maus oder einen Vogel bringt, ist das kein grausames Geschenk, sondern Ausdruck ihrer Fürsorge. Katzenmütter bringen ihren Jungen Beute, um ihnen Jagen beizubringen. Hauskatzen übertragen dieses Verhalten auf ihre Besitzer, weil sie uns als Teil ihrer Familie ansehen. Sie denken, wir könnten nicht jagen, und möchten uns „versorgen“ oder ihre Fähigkeiten zeigen.
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